Kroatien-Montenegro-Albanien Tour 2018

Kroatien/Montenegro/Albanien Tour 2018


1. Tag Auf Winnetous & Old Shatterhands Spuren zur Küstenstrasse


Am 19. Mai um 7 Uhr Früh startete der MRC HOT IRON AUSTRIA nach einem hervorragendem Frühstück gesponsert von der Wohlfühltankstelle M3 Bad Blumau mit 10 Mann die Hauptmotorradtour 2018. Auf der Autobahn ging es über Slowenien nach Kroatien wo wir über Karlovac und den Nationalpark Plitvicer Seengebiet weiter in Richtung Split fuhren. Bei dieser Tour genossen wir die Schönheit der kroatischen Landschaft und sahen zahlreiche Drehorte der berühmten Karl May Filme. Obwohl wir bei jeder möglichen Tankstelle voll tankten wurde in diesem nicht dicht besiedelten Naturschutzgebiet der Sprit knapp. Der nicht so hochwertige Sprit machte manchen Motorrädern zu schaffen. In Split angekommen ging es auf der wunderschöne Küstenstrasse über Omis & Markaska weiter wo dann in Drvenik am Meer übernachtet wurde.



2. Tag Dubrovnik – Bucht von Kotor - Montenegrorundfahrt


Am 2. Tag der Tour ging es auf eine wunderschönen Küstenstrasse weiter nach Neum. Neum liegt ganz im Süden von Bosnien-Herzegowina und bildet den einzigen Zugang des Landes zum Meer. Den wohl schönsten Blick auf die Altstadt von Dubrovnik und die davor gelagerte Insel Lokrum hat man vom 412 Meter hohen Berg Srd. Auf alle Fälle ist der Besuch sehr empfehlenswert. Unser nächstes Tagesziel war die Bucht von Kotor. Sie ist eine fast 30 km lange, von hohen und sehr steilen Bergflanken gesäumte, stark gewundene fjordartige Bucht auf der südöstlichen dalmatinisch-montenegrinischen Adriaküste. Für alle Geschichtsinteressierten: 1815 war Kotor Kreisstadt im österreichischen Kronland Dalmatien. Die Österreicher bauten damals sogar den Hafen zum Stützpunkt für die k. u. k. Kriegsmarine aus. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der zahlreichen Baustellen war die Bucht zwar sehr sehenswert, motorradfahrtechnisch aber leider nicht besonders. Nach einer Cafepause fuhren wir am späten Nachmittag dann über Budva auf der Küstenstrasse nach Bar und dann weiter zu unserer Unterkunft nach Ulcinj für die nächsten 2 Nächte.



3. Tag 1800 Kurventour - Geheimtipp Albanien im Kampf gegen die Vorurteile


Albanien ist ein südosteuropäisches Land, die Hauptstadt ist Tirana, es hat eine Fläche von 28.748 km² und 2,8 Millionen Einwohner. Seine Küste verläuft entlang der Adria und des Ionischen Meeres. Das Landesinnere ist charakterisiert von zahlreichen Burgen, unberührter Natur, mit Schaf, Kuh oder Ziegenherden und wird von den Albanischen Alpen durchzogen welche wir in einer Tagestour erkundeten.

Auf Grund zahlreicher Vorurteile über dieses Land machten 6 Biker eine kleine Ulcinj (MNE) Rundfahrt mit Strand & Altstadtbesuch und 4 Biker zog es interessiert und motiviert nach Albanien.

Nach sorgfältiger Planung fuhren wir über das Hinterland zum Grenzübergang Sukobin/Muriqan, weiter über die Straße SH 27 & SH 28 nach „Vau i Dejes“ wo wir bei einer Landkarten & Cafepause in der nähe der Brücke des Flusses „Gjader“ einlegten. Weiter ging es über die landschaftlich schöne Strecke nach Puke. Die Straße bis dorthin zeigte Asphalt ohne Schotter, immer wieder enge Kehren, in mitten der Natur, kein Gegenverkehr und wunderbar zu fahren. 10 Kilometer nach Puke bogen wir rechts auf einen absoluten Geheimtipp, also Traumstraße, ab Richtung Shkoze-Gjegian nach Rreshen. Unglaubliche 90 km der Straße waren neu asphaltiert, Kurven ohne Ende, die Straße in die Hügel sowie Berge hineingebaut und eine wilde und unberührte Natur. Schätzwert von uns waren 20 Kurven pro Kilometer ergibt rund 1800 Kurven bei dieser einmaligen neuen Strecke, Achterbahnfahrt ohne Looping! Nach der Traumstraße und zahlreichen Glückshormonen ging es über die Schnellstraße und Autobahn SH 1 Lezhe & Beltoje wieder zurück nach Ulcinj. Bei den Hauptverbindungsstrassen war die Polizei sehr präsent und wir fühlten uns immer sicher.



4. Tag Mausoleum Lovcen (MNE) & Küstenstrasse nach Brist (HR)


Unsere Tour ging heute an der Küstenstraße entlang über BAR weiter zum Nationalpark Lovcen wo wir auch das Njegoš-Mausoleum (Grabmal) auf dem Gipfel Jezerski Vrh (1657 m) besuchten. 461 Stufen führten uns vom Parkplatz bis zum Grabmal mit toller Aussicht. 1000 km entfernt trafen wir auf ein bekanntes Gesicht aus unserem Bezirk HF der mit seiner Familie auch den Ausblick genoss. Nach dem Mittagessen ging es über eine breit ausgebaute Bergstrasse weiter in Richtung Kroatien wo wir etwas spät zum Etappenziel in Brist (HR) ankamen. Wir verließen uns niemals 100 % auf unser neues Navigationssystem sondern griffen auch öfters auf die alt bewährte Straßenkartenmethode zurück.



5. Tag Ausichtspunkt Sveti Jure (HR) & Biograd


Am 5. Tag wollten wir den bekannten Hausberg von Makarska „Sveti Jure“ unter die Räder nehmen und fuhren den sehr schmalen bzw. beschwerlichen Weg hinauf auf 1762 m. Die atemberaubende Aussicht und bestes Wetter belohnte uns und wir genossen in vollsten Zügen die außerordentliche Atmosphäre. Nach einer Mittagspause direkt am Meer in Baska Voda ging es auf der schönen Küstenstrasse weiter hinauf nach Biograd, wo wir direkt im Hafen in einem Hotel schliefen.



6. Tag Velebit Gebirge & Heimreise nach Österreich


Am Vorabend wurde ein technisches Problem bei einem Motorrad bemerkt, „das Radlager“ müsste gewechselt werden. Nach höflicher Anfrage wurde dies bei einer Werkstatt kurzfristig erledigt.

Am Abschlusstag fuhren wir über das Velebit Gebirge (1757 m). Es ist ein Gebirgszug an der Küstenregion Kroatiens. Im Gebirgsgebiet liegen zwei Nationalparks und nahe der Stadt Gospić der geschützte Naturpark Velebit. Danach nahmen wir über Zagreb den schnellsten Weg zurück nach Österreich wobei es das einzige Mal auf der Tour regnete.


Liebe Motorsportfreunde!


Die Grenzkontrollen wurden nicht nur in Albanien sondern beinahe bei allen Übergängen sehr genau von den Beamten durchgeführt. Es mussten immer Reisepass, Führerschein, Zulassungsschein und grüne Versicherungskarte griffbereit dabei sein, fotografieren war strengstens verboten und es wurde auch überprüft ob das Motorrad gestohlen ist.

In diesen 6 Tagen, mit 2650 km gefahrenen Kilometern ohne Polizeistrafe haben wir wieder unseren Traum gelebt. Wir haben sehr viel erlebt, gesehen und unser Motorrad wurde mit uns zu einer harmonischen Einheit. Besonders die Vorurteile gegenüber Albanien können wir nicht bestätigen! Es ist ein Land im Aufschwung, auch für Badeurlauber, ein preiswerter sowie sicherer Geheimtipp mit traumhaften Buchten. Mit unserem Motto „Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum“ freuen wir uns schon auf die nächste Motorradtour!